So bereiten Sie mit einem elektrischen Espressokocher den perfekten Espresso zu

Der perfekte EspressoEspressokenner sind davon überzeugt: Am besten schmeckt die Kaffeespezialität, wenn Sie möglichst getreu der originalen italienischen Herstellungsweise in einem Espressokocher zubereitet wird.

Die elektrischen Espressokocher vereinbaren die Funktionalität der ursprünglichen Geräte, die auf eine Herdplatte gestellt wurden, mit moderner stromsparender Technik. An der eigentlichen Zubereitungsweise des Espressos hat sich bei der Verwendung der elektrischen Espressokocher nichts verändert. In sechs einfachen Schritten bereiten Sie mit dem elektrischen Espressokocher einen perfekten Espresso zu:

1. Schritt: Auf die Espresso- oder Kaffeebohnen kommt es an

Für die Zubereitung eines vollmundig und aromatisch gut schmeckenden Espresso kommt es schon bei der Auswahl und Lagerung der Espressobohnen an. Die Kaffeebohnen für Espresso entstammen in den häufigsten Fällen den Sorten „Robusta“ und „Arabica“.

Die Verwendung von fertig gemahlenem Kaffee- oder Espressopulver kann nicht empfohlen werden, da dem Kaffee durch Öffnung der Verpackung und die anschließende Lagerung schnell Aroma verloren geht. Ebenso sollte für die Zubereitung des Espressos kein „normales“ Kaffeepulver verwendet werden. Espressobohnen werden länger und schonender geröstet. Dadurch werden sie dunkler und der Kaffeegeschmack stärker, enthalten aber auch weniger Säure als Bohnen für Filterkaffee.

2. Schritt: Die Espressotassen vorwärmen – so genießen Sie Ihren Espresso in der richtigen Temperatur

Original italienische Espressotassen bestehen aus recht dickem Porzellan, um die Wärme des Getränks in der Tasse so gut wie möglich halten zu können. Bei einer so geringen Menge von ungefähr 30 ml Espresso pro Tasse kann das Getränk sehr schnell auskühlen und nicht besonders gut schmecken. Für einen echten Genuss des Getränkes muss der Espresso heiß getrunken werden. Aus diesem Grund sollten Sie zu Hause die Tassen oder auch kleine Espressotassen vor dem Befüllen mit dem Getränk vorwärmen.

Werden die Tassen frisch aus der Geschirrspülmaschine entnommen, sind sie perfekt gewärmt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sie eine Weile unter erwärmten Geschirrtüchern entsprechende Temperatur aufnehmen zu lassen. Wenn der Espresso mit einer Temperatur von 60 bis 70 Grad getrunken werden kann, ist die Temperatur des Getränkes perfekt.

3. Schritt: Die Kaffeebohnen für den Espresso mahlen

Einige Liebhaber von Kaffee und Espresso lassen es sich nicht nehmen, die Bohnen vor dem Aufbrühen in einer alten Kaffeemühle mit der Hand zu mahlen und so das Kochen des Espressos wie in einem kleinen Ritual zu zelebrieren. Da beim Espresso kochen das Wasser unter Druck aber nur kurz durch den gemahlenen Kaffee gepresst wird, muss das Mahlergebnis recht fein ausfallen.

Sind die Bohnen zu grob gemahlen, können die Aromastoffe nicht ausreichend aus dem Mahlgut extrahiert werden. Ist der Kaffee jedoch zu fein gemahlen, kann das Pulver die kleinen Löcher im Sieb verstopfen. Wichtig ist auch, dass das Mahlgut eine möglichst gleichmäßige Körnung aufweist. Elektrische Kaffeemühlen, bei denen Sie den Mahlgrad individuell entsprechend einstellen können, eignen sich für das Mahlen der Bohnen besonders gut.

4. Schritt: Den elektrischen Espressokocher vorbereiten und das Wasser einfüllen

Elektrische Espressokocher bestehen in verschiedenen Versionen aus mehreren Teilen. Bei den modernen Geräten wird der Espressokocher auf eine zum Gerät dazugehörige Heizeinheit gestellt. Andere Espressokocher können auch auf einem Induktions- oder Cerankochfeld betrieben werden. Gemeinsam ist allen Espressokochern, dass der obere Aufsatz abgeschraubt wird, um den unteren Behälter mit Wasser befüllen zu können.

Bei der Wahl des Wassers sollte darauf geachtet werden, dass es nicht einen zu hohen Kalkanteil enthält. Der Kalk könnte das Geschmackserlebnis des Espresso beeinflussen und auf Dauer auch unschöne Ablagerungen im Espressokocher selbst bilden. Kohlensäurefreies Mineralwasser eignet sich gut für die Herstellung eines Espressos. Um die passende geschmackliche Mischung aus Espressobohnen und Wasser zu finden, ist es sinnvoll, verschiedene Kombinationen auszuprobieren.

Die Flüssigkeitsmenge für eine Espressotasse beträgt ungefähr 25 bis 30 ml. Da beim Aufkochen des Wassers einiges an Flüssigkeit verdampft, muss die eingefüllte Wassermenge etwas höher sein. In den meisten Espressokochern mit der Möglichkeit unterschiedliche Mengen an Espresso herzustellen sind die jeweiligen benötigten Wasserstände markiert. Diese sollten so genau wie möglich eingehalten werden.

5. Schritt: Das Espressopulver in das Sieb füllen und Gerät einschalten

Elektrische Espressokocher sind im Handel in verschiedenen Größen erhältlich. So können einzelne Geräte Kapazitäten von 2, 3, 4, 6, 8 und sogar bis 10 Tassen haben. Um eine gleichmäßige Druckverteilung zu erreichen, sollte das Sieb gut gefüllt sein. Einige Espressokocher haben für unterschiedliche Mengen angepasste Siebeinsätze. Empfohlen werden pro Espressotasse ungefähr 6,5 bis 7,5 Gramm Kaffeepulver für 30 ml Espresso. Je nach Geschmack kann aber auch die doppelte Menge an Espressopulver verwendet werden, ungefähr 14 bis 16 Gramm.

Die perfekte Menge kann individuell nur nach ein paar Versuchen herausgefunden werden. Das frisch gemahlene Espressopulver sollte in dem Siebeinsatz glatt gestrichen werden, damit der Wasserdruck gleichmäßig darauf einwirken kann. Jetzt muss nur noch das Gerät eingeschaltet werden und nach kurzer Zeit ist der Espresso auch schon fertig.

6. Schritt: Den elektrischen Espressokocher sollten Sie nach jedem Gebrauch reinigen

Sehr wichtig ist es den Espressokocher nach jedem Gebrauch sorgfältig zu reinigen. Dies kann unter fließendem Wasser geschehen. Es sollte jedoch sehr genau auf die Entfernung jeglicher Kaffeereste geachtet werden. Auch nur kleine Kaffeereste können die feinen Poren des Siebes durch Austrocknung verstopfen und das Ergebnis der nächsten gekochten Espressos verschlechtern.

Weiterhin neigen Kaffeereste auch schnell dazu, Schimmel anzusetzen. Dies kann auch bei noch so geringen Rückständen geschehen. Bei einigen Espressokochern können Teile der Geräte auch in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Dies ist den Hinweisen der Hersteller zu entnehmen. Die Verwendung von Spülmitteln ist nicht empfehlenswert, da Rückstände den Geschmack der nachfolgenden Espressos beeinträchtigen könnten.

Eine gelegentliche Entkalkung der Geräte könnte mit Zitronenwasser, verdünntem Apfelessig oder anderen Mitteln zur Entkalkung notwendig werden. Der Espressokocher sollte aber nach der Entkalkung sehr gründlich ausgespült und vielleicht sogar einmal ohne Kaffeepulver aufgekocht werden.

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